25.04.2013

27 Jungs gehen zum 10. Hamburger Boys‘Day in der Fachschule „Alten Eichen“ auf Erkundungsreise

follow site  Die Boys‘Day Initiative Hamburg hat 27 Jungs in die Fachschule für Sozialpädagogik „Alten Eichen“ eingeladen, um sich spielerisch mit dem Erzieherberuf vertraut zu machen. Die Plätze waren innerhalb von wenigen Tagen vergeben. Die Fachschülerinnen und Fachschüler haben sich für die Jungs viel Zeit genommen und gezeigt, dass Erzieher ein attraktiver Beruf für Männer ist. Die Erkundungsreise ist eine von mehr als 110 Aktionen, die Jungs im Rahmen des zehnten Hamburger Boys‘Day neue Perspektiven für ihre Berufs- und Lebensplanung geben.

go to link Vormittags haben sich die 27 Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren mit Toni Hütz auf „jobreise®“ begeben. Der Pädagoge brachte die Jungs durch das Berufsfindungsspiel auf den ersten Geschmack, im sozialpädagogischen Bereich zu arbeiten. Mit Fragen wie beispielsweise „Welche Eigenschaften hat ein soziales Vorbild?“ oder „Wie beruhigst du ein schreiendes Kind?“ wurden die Jungs zum Austausch angeregt.

Anschließend teilten sich die Schüler in kleine Teams auf und erkundeten mit den angehenden Pädagogen von „Alten Eichen“ die vielfältigen Facetten des Erzieherberufs. In acht Etappen konnten die Jungs bei dem interaktiven Stationenspiel Aufgaben lösen und Erziehererfahrungen sammeln. Dabei wurden sie zum Beispiel angeregt, sich an ihre eigene Kita-Zeit zu erinnern. 21 Fachschülerinnen und Fachschüler engagierten sich freiwillig am heutigen Boys’Day. Sie betreuten die Stationen und zeigten als reales Vorbild, was es bedeutet, Erzieher zu werden.

„Solche Aktionen sind ein wichtiger Beitrag, um Jungs an den Beruf heranzuführen“, erklärt Philipp Sander. Der 23-jährige Fachschüler ist in seinem letzten Ausbildungsjahr. „Wir wollen zeigen, dass wir als Erzieher wichtige pädagogische Arbeit leisten, die für Frauen und Männer gleichermaßen interessant ist.“ Die Jungs waren mit Spaß und Wissensdurst dabei. Viele von ihnen kamen erstmalig mit dem Bildungsberuf in Berührung. „Dass der Kita-Alltag so viel Abwechslung und Herausforderung bietet, hat die meisten sichtlich überrascht“, verdeutlicht Ralf Lange, Leiter der Hamburger Koordinierungsstelle ‚MEHR Männer in Kitas’. Alexander Bentheim von der Koordinierungsstelle „’Was für Jungs!’ Hamburg / Boys’Day“ ergänzt: „Der Boys’Day ist ein gute Möglichkeit, Vorurteile und Stereotype so aufzuweichen, dass Schüler ihren Horizont erweitern können.“

here Zur Boys’Day Initiative Hamburg gehören das Hamburger Netzwerk ‚MEHR Männer in Kitas’, die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung sowie die Koordinierungsstelle „’Was für Jungs!’ Hamburg / Boys’Day“. Die  Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik „Alten Eichen“ war Gastgeber für die rundum gelungene Veranstaltung.

 

  Zum Hamburger Modellprojekt ‚MEHR Männer in Kitas’:

Die Koordinierungsstelle des Hamburger Netzwerkes ‚MEHR Männer in Kitas’ ist beim PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Hamburg angesiedelt und wird als eines von 16 Modellprojekten bis Ende 2013 neue Strategien und Maßnahmen entwickeln, um mehr Jungen und Männer für den Erzieherberuf zu gewinnen.

Das Aktionsbündnis läuft unter dem Kampagnendach „Vielfalt, MANN! Dein Talent für Hamburger Kitas“ und wird von allen Hamburger Kita-Anbietern sowie Verbänden getragen. Dazu gehören das Diakonische Werk Hamburg, die Arbeiterwohlfahrt Hamburg, das Deutsche Rote Kreuz Landesverband Hamburg, die Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreise Hamburg-West/Südholstein und Hamburg-Ost, der Caritasverband für Hamburg, die Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten und SOAL Alternativer Wohlfahrtsverband.

Das ESF-Modellprogramm ‚MEHR Männer in Kitas’ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und ist Teil der gleichstellungspolitischen Gesamtinitiative „Männer in Kitas“. Das Projekt soll dazu beitragen, den Anteil männlicher Fachkräfte in Kitas mittelfristig auf 20 Prozent zu erhöhen.

Die Fotos dürfen Sie gern für redaktionelle Zwecke unter Angabe des Copyrights (Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg e.V.) verwenden. Wir freuen uns über PDF-Belege Ihrer Veröffentlichungen an Cornelia Heider-Winter.