08.06.2012

Bank-Azubi Bengt-Ole und Uni Twente-Student Gorbi sind Vorbilder für die neuen „Vielfalt, MANN!“-Puppen

Die "Vielfalt, MANN!"-Puppenväter Bengt-Ole und Gorbi

follow site  Die projektbeteiligten Kitas des Hamburger Netzwerks ‚MEHR Männer in Kitas’ bekommen spielerische männliche Verstärkung. Der angehende Bankkaufmann Bengt-Ole Lienhöft und Gorbi Logeswaranathan, Student der Universiteit Twente, sind die realen Vorbilder für die handgefertigten Puppen zur Kampagne „Vielfalt, MANN! Dein Talent für Hamburger Kitas“. Am 8. Juni 2012 entsandten sie in einer feierlichen Übergabe in der Kita Rübe 1-2-3 ihre Miniatur-Klone an die Modell-Einrichtungen und zeigten den Kindern mit einer Song-Performance, wie sie ihre Talente in die frühkindliche Bildung einbringen.

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Auf der Messe Einstieg im Februar 2012 suchte die Hamburger Koordinierungsstelle ‚MEHR Männer in Kitas’ mit der Foto-Aktion „Puppet up!“ das Vorbild für die neue „Vielfalt, MANN!“-Puppe. 24 junge Männer beteiligten sich an dem Foto-Shooting und konnten unter www.facebook.com/Vielfalt.MANN um Stimmen für sich werben. „Die Aktion fand so großen Anklang, dass wir uns nicht für nur einen Sieger entscheiden wollten, sondern die beiden Bestplatzierten zu Gewinnern gekürt haben“, erklärt Ralf Lange, Leiter der Koordinierungsstelle, die beim PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Hamburg angesiedelt ist.

 

here Bengt-Ole Lienhöft und Gorbi Logeswaranathan zeigen nun Gesicht für die mehr als 60 Stoffpuppen. Die Mini-Vorbilder tragen „Vielfalt, MANN!“-T-Shirts mit Begriffen, die die individuellen Talente ihrer Puppenväter beschreiben. Das T-Shirt der Gorbi-Puppe ziert beispielweise „Bassist“, „Bastelkönig“ und „Abenteurer“. Bengt-Ole steuerte unter anderem die Begriffe „Entertainer“, „Sänger“ und „Zahlenjongleur“ bei. Der 20-Jährige zeigte sich begeistert von dem Contest: „Ich habe bei ‚Puppet up!’ mitgemacht, weil ich den Erzieherberuf für sehr wichtig halte und das eine der besten Berufsfindungsaktionen ist, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Es freut mich wirklich sehr, dass ich ein Teil davon sein darf.“

 

Die Kinder der Kita Rübe 1-2-3 und die eingeladenen Kita-Leitungen aus dem Netzwerk waren ebenfalls begeistert. Ralf Lange verdeutlicht: „Wir sind sicher, dass wir damit junge Männer gedanklich in Kontakt mit Kitas und mit dem Erzieherberuf als sinnstiftendes und anerkennenswertes Arbeitsfeld bringen konnten.“ Das bestätigt auch der 24-jährige Gorbi: „Ich halte es für entscheidend, dass Kinder schon in Kitas sowohl weibliche, als auch männliche Vorbilder erleben. Die Aktion vermittelt das auf spielerische und, in meinen Augen, sehr sympathische Art und Weise. Dafür stehe ich gerne mit meinem Namen und meinem Gesicht.“

 

Zum Hamburger Modellprojekt ‚MEHR Männer in Kitas’:

 

Die Koordinierungsstelle des Hamburger Netzwerkes ‚MEHR Männer in Kitas’ ist beim PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Hamburg angesiedelt und wird als eines von 16 Modellprojekten bis Ende 2013 neue Strategien und Maßnahmen entwickeln, um mehr Jungen und Männer für den Erzieherberuf zu gewinnen.

 

Das Aktionsbündnis läuft unter dem Kampagnendach „Vielfalt, MANN! Dein Talent für Hamburger Kitas“ und wird von allen Hamburger Kita-Anbietern sowie Verbänden getragen. Dazu gehören das Diakonische Werk Hamburg, die Arbeiterwohlfahrt Hamburg, das Deutsche Rote Kreuz Landesverband Hamburg, die Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreise Hamburg-West/Südholstein und Hamburg-Ost, der Caritasverband für Hamburg, die Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten und SOAL Alternativer Wohlfahrtsverband.

 

Das ESF-Modellprogramm ‚MEHR Männer in Kitas’ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und ist Teil der gleichstellungspolitischen Gesamtinitiative „Männer in Kitas“. Das Projekt soll dazu beitragen, den Anteil männlicher Fachkräfte in Kitas mittelfristig auf
20 Prozent zu erhöhen.