06.07.2015

Berufsbegleitende Weiterbildung aus Kita-Sicht ein Erfolg

Die Zahlen zur Berufsbegleitenden Weiterbildung (siehe hier) steigen seit 2012 stetig an. Wir haben die Hamburger Kitas gefragt, was sie zu dem Thema Berufsbegeleitende Weiterbildung denken. Die ausführliche Auswertung der Ergebnisse finden Sie hier.

Das Kurzfazit:

  • Die Berufsbegleitende Weiterbildung zum Erzieher/zur Erzieherin scheint ein guter Weg zu sein, den Männeranteil in Kitas zu erhöhen. Echte Quereinsteiger sind sehr willkommen und machen mehr als die Hälfte aus, weil sie die Teams multiprofessioneller aufstellen und weitere Fähigkeiten mitbringen. Die Berufsbegleitende Weiterbildung wird als geeignetes Mittel erachtet, um zukünftige Fachkräfte besser an die Einrichtung zu binden. Sie erscheint somit für die Zukunft, für einige auch für die Gegenwart ein probates Mittel gegen den Fachkräftemangel. Und auch ein Weg, den Männeranteil in den Kitas zu erhöhen.
  • Die Mehrheit der BWBler sind reine Quereinsteiger ohne nennenswerte pädagogische Vorerfahrung.
  • Trotzdem – oder gerade deshalb? – hält eine Mehrheit das Modell Berufsbegleitende Weiterbildung grundsätzlich für gut und will (auch) in Zukunft BWBler einstellen. Größter Knackpunkt hierbei ist allerdings das momentan in Hamburg gültige Refinanzierungsmodell, das auf recht breite Ablehnung stößt. Außerdem fühlt sich eine knappe Mehrheit von der zuständigen Behörde bzw. den Verbänden nicht ausreichend informiert.
  • Für potenzielle BWBler dürfte interessant sein, dass tendenziell zwischen 20 und 25 Wochenstunden die Regel sind, was sich positiv auf die finanzielle Ausstattung der BWBler während ihrer Ausbildung auswirkt.
  • Im Vergleich zu Fachschulpraktikanten schneiden BWBler in fachlicher, sozialer und organisatorischer Hinsicht gleich gut oder sogar besser ab. Die Zusammenarbeit mit den Fachschulen könnte aus Kita-Sicht allerdings enger und besser verlaufen.

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